Hinter den Kulissen: Rainer Osnowski, Geschäftsführer

Einen der drei Geschäftsführer haben wir schon in einem kurzen Interview vorgestellt, hier kommt der nächste: Rainer Osnowski.

Wie und wo wurde die Idee „lit.COLOGNE“ geboren? Bei einem Bier? Im Halbschlaf? Im Auto?

Die Idee, ein populäres Festival rund um das Wort ans Licht der Welt zu bringen, entstand, wie in Köln übrigens üblicher als angenommen, in einer Eisdiele. Denn Köln ist ja, wie es einer Aussage von Heinrich Böll zugeschrieben wird, die nördlichste Stadt Italiens (und die südlichste der Niederlande … ) 

Erinnerst du dich an die erste Lesung der ersten lit.COLOGNE?

Klar: Die erste Lesung war gleichzeitig auch die erste überhaupt in der Kölner Philharmonie! Dort präsentierten wir die große Gala rund um Literatur und Musik, mit unserer Botschafterin der ersten Stunde, Elke Heidenreich, mit der großen Senta Berger, die zum Ende ein wunderbares Lied sang mit Heidenreich, sich selbst begleitend am Akkordeon, dem wahnsinnigen Tomi Ungerer (auf Socken, weil die Schuhe drückten), Urs Widmer, der mit seinen Geschichten die 2500 Menschen verzauberte, mit Otto Jägersberg, dessen Texte die Menschen entdeckten und mit standing ovations belohnten, eine Gänsehaut-Atmosphäre, Wegweiser für viele Hundert Abende in den folgenden 10 Jahren!

Gibt es für dich ein besonderes Highlight in der Geschichte des Festivals, eine Veranstaltung, die du nie vergessen wirst?

DIE Veranstaltung gibt es nicht, in jedem Jahr gab es solche, die eine große Magie innehatten, unvergessen dabei die Abende mit Robert Gernhardt, mit dem wir in jedem Jahr nach seiner Lesung das Thema des nächsten Jahres besprachen und den Termin festmachten. Unvergessen auch die Abende mit Peter Rühmkorf, mit Marcel Reich-Ranicki, die intellektuellen, wuchtigen Abende mit Roger Willemsen, die unvergesslichen Abende mit Elke Heidenreich und und und, dazu natürlich jedes Jahr die Veranstaltungen, die uns in ihrer Intensität selbst überraschen. Wenn dann noch alle Mitwirkenden nach ihren jeweiligen Veranstaltungen ins Kölner Schokoladenmuseum kommen, um den Abend ausklingen zu lassen bei Gesprächen mit den ebenfalls aufgetretenen Autoren, mit Schauspielern und anderen Menschen des öffentlichen Lebens ist wiederum ein ganz eigenes Highlight der lit.COLOGNE entstanden – und zwar jeden Abend aufs Neue! 

Wie sieht ein typischer lit.cologne-Tag für dich als Geschäftsführer aus?

Bei 11 Tagen Festival und einem 24-Stunden-Tag ist das Typische daran, dass es keine Routine, keine ausgetrampelten Pfade auf dem Festivalweg gibt.

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1 Kommentar

  1. Heute ist Koeln definitiv die nördlichste Stadt Italiens!


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