Das war ich nicht: Kristof Magnusson, Montagabend in der Central Krankenversicherung

Kristof Magnussons zweiter Roman „Das war ich nicht“ ist genau zur richtigen Zeit zum genau richtigen Thema erschienen. Aber ohne Kalkül, sowas wie Weltwirtschaftskrisen kann man ja auch als Autor nicht planen. Magnusson hat einfach so einen Roman geschrieben, der vielerorts in den Kritiken als „Roman zur Stunde“ empfunden wurde, und zwar, weil mindestens ein Drittel der Handlung in der Welt der Investmentbanker angesiedelt ist, und weil auch sonst das ganze Buch wankt und schwankt und Pirouetten schlägt vor lauter Krise und Sehnsucht nach dem, hm, echteren, stabileren Leben. Magnusson wird jetzt in diesem Jahr viel über sein Buch reden müsse: Er hat doch tatsächlich allein in diesem Jahr noch unglaubliche HUNDERT Lesungen vor sich! Und ist bei all dem Zugfahren und Hotel-Übernachten ganz nebenbei noch an dem übersetzerischen Großprojekt beteiligt, mit Kollegen den gesamten isländischen Sagenkreis neu ins Deutsche zu übertragen … Befragt vom Großpaten aller Frage-Moderatoren Jo Lendle dürfte da gestern nicht viel schief gegangen sein in der Central Krankenversicherung. Oder, um es anders zu sagen: Man kann sehr davon ausgehen, dass das ein wirklich amüsanter, angenehmer, informativer, kurzum: ein inmitten all der Krise ganz und gar nicht krisiger Abend war.

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