„Lassen Sie die Handys gerne eingeschaltet“ … Ein neuer Trend bei Anmoderationen

Dieses Foto zeigt Pfarrer Diederichs von der Kulturkirche in Nippes, in diesen Tagen schwer beschäftigt als rühriger und guter Gastgeber Dutzender von lit.COLOGNE-Lesungen. Vor jeder Lesung sagt Diederichs einen Satz, den man so vor Jahren beileibe nicht so oft gehört hat, der aber auf dieser lit.COLOGNE DER Satz für Anmoderationen zu sein scheint. Egal wo, egal auf welcher Bühne nämlich, überall wird das Publikum in den Anmoderationen davor gewarnt, seine Handy eingeschaltet zu lassen. Und zwar folgendermaßen:

„Ja, eine Sache noch. Ihre Handys. Lassen Sie die doch gerne eingeschaltet, ich kann mir dann aber vorstellen, dass Autor XXX da mal rangeht und nachfragt, wer denn da dran ist.“

Dieser ewige Witz, hier wirklich schon Dutzende Male gehört, ist kurios. Früher wurde einfach verboten, jetzt wird nur noch aufmerksam gemacht, das ist stilvoller  und freundlicher. Andererseits aber wird ja auch gedroht und unverhüllt an die Scham der Handyklingler appelliert, das ist gar nicht nur stilvoll und freundlich. Aber klar, netter und gewandter als einfach nur „Aus!“ brüllen ist die neue Aufforderung allemal. Das heißt, wenn man sie nicht jeden Tag mehrere Male hören muss …

Advertisements

Hinterlasse einen Kommentar

Es gibt noch keine Kommentare.

Comments RSS TrackBack Identifier URI

Kommentar verfassen

Trage deine Daten unten ein oder klicke ein Icon um dich einzuloggen:

WordPress.com-Logo

Du kommentierst mit Deinem WordPress.com-Konto. Abmelden /  Ändern )

Google+ Foto

Du kommentierst mit Deinem Google+-Konto. Abmelden /  Ändern )

Twitter-Bild

Du kommentierst mit Deinem Twitter-Konto. Abmelden /  Ändern )

Facebook-Foto

Du kommentierst mit Deinem Facebook-Konto. Abmelden /  Ändern )

Verbinde mit %s