Die lit.cologne, das sind ein paar Lesungen und jede Menge Autofahrten. Mehrere Schichten von Fahrern bringen ununterbrochen Autoren und Festivalmitarbeiter von Tür zu Tür, quer durch Köln, das ist wohl der Preis, den man dafür zahlen muss, eine so große Stadt zu bespielen.
Standesgemäß sind die Fahrer extrem kamerascheu, das obere seltene Foto konnte eben gerade nur durch die Gardine der Lobby des Hotels im Wasserturm geschossen werden. Die Fahrer achten auf Diskretion, die Privatsphäre ihrer Gäste ist ihnen heilig. Gerüchte gibt es daher kaum, hier bloß ein verjährtes von einer längstvergangenen lit.cologne: Angeblich sollen Rocko Schamoni und Helge Schneider auf ihrer Rückfahrt von einer Lesung viel Geld geboten haben, wenn der Fahrer sie nicht beim Hotel abliefere, sondern die Nacht über auf Zechtour durch die Stadt kutschiere.
Und manchmal kann es auch richtig ernst werden: Auf der „Onanie-Gala“ vom vergangenen Samstag gab es ja inzwischen legendäre Probleme mit den Skripten. Einer der Lesenden hatte mehr Text als die anderen, ganz großes Wirrwarr, fast wäre nichts mehr gegangen. Für den Notfall wurde da schnell noch ein Satz Skripte durch die Nacht gefahren, vom Drucker des Festivalbüros direkt zum Theater am Tanzbrunnen. Ob die Neu-Ausdrucke dann zum Einsatz kamen, ist nicht zu erfahren, die Fahrer sind diskret, der Abend jedenfalls ist dann ja glatt und störungsfrei über die Bühne gegangen …
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