Versäumt: Der F. Scott Fitzgerald-Abend

Jaja, dieser Blog regt zwar unentwegt die Ruder, stemmt sich gegen den Strom, schafft es aber dennoch nie ganz zurück, dem Vergangenen zu: den großen Fitzgerald-Abend haben wir leider und für immer verpasst. Soll aber ein großer, guter Abend gewesen sein – vielleicht nicht ganz so himmelsstürzend wie die Richard Yates-Vergegenwärtigung der lit.cologne vom Vorjahr, aber ebendiese Vergegenwärtigung gilt auch als vollkommene Legende einer Autoren-Auferstehungsfeier, so was passiert mal und mal wieder nicht, das lässt sich nicht berechnen und vorausplanen.

Und viel kleiner soll das Feuerwerk auch nicht gewesen sein, das gestern abend im Schauspielhaus gezündet wurde. Paul Ingendaay als emminent kundiger und charismatischer Zeremonienmeister soll sein Amt großartig versehen, Tom Schilling und die für Fritzi Haberlandt eingesprungene Maria Schrader dem keinesfalls nachgestanden haben. Und wir waren nicht dabei, schade!

4 Kommentare

  1. Gut, dass ihr Blogger den Abend drin habt, kann ich also meinen Senf dazu geben, prima: Schrader groß, Ingendaay klasse – aber Tom Schilling… ärgerlich! War (meiner Meinung nach) nicht vorbereitet, hat versucht über Gesten, sein nicht tragen können zweier Stimmen in einem Text, durch Gestik wegzumachen, was aber nur ein von-dem-Mikro wegbewegen und Unveständlichkeit des Textes bedeutete. Zwischendurch getrunken hat er, ohne Sinn und Verstand, nicht mal Textpausen dazu genutzt. Schade, schade, schade. Yates im letzten Jahr war klasse, der an sich tolle Fitzgerald-Abend durch so einen Tom Schilling leider stark getrübt.
    Und dem Werner Köhler muss ich ja selten, hier aber drum widersprechen, was er in der Vorrede gesagt hat: ich denke nicht, dass Tom Schilling die richtige Besetzung für zeitige Fitzgerald Verfilmungen wäre.
    So.
    Und dann noch: nächstes Jahr Capote wäre auch eine schöne Sache. Bin wieder dabei, gerne!

    • Herzlichen Dank für diese Informationen! Das ist wohl weniger schade um Tom Schilling, als um den Abend. Wir haben den betreffenden Schauspieler Stunden später noch im Festivalzentrum gesehen, vielleicht trank er dort ja den Saft des Vergessens gegen seinen Auftritt

      Truman Capote 2010, das ist ein guter Herzenswunsch, dem dieser Blog sich hiermit offiziell anschließt!

      • Aber wo ward ihr gestern, warum nicht bei Rayk Wieland und Jürgen Kuttner – wo und wie meine Begeisterung für diesen Abend kundtun! Huuups, hiermit nun schon manifestiert.

  2. ups, versäumt und nicht einmal kommentiert! Ganz vielen Dank für deinen Einsatz, Ines! Extra für dich ein neuer Post, es wäre ganz toll, wenn du uns kurz schreiben könntest, wie das war und was das war mit Kuttner. Vielen Dank!!!!!


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